Hündin 1A
Steckbrief:
Alter:
Geschlecht: weiblich
Größe: klein
Gewicht:
Charakter: verschmust, menschenbezogen, lieb
Aufenthaltsort: Rumänien
Es war spät in der Nacht, als unsere Tierschutzkollegin auf dem Heimweg war. Die Straßen waren dunkel, und eigentlich wollte sie nur noch nach Hause. Doch plötzlich sah sie am Straßenrand zwei Augen aufblitzen. Ein kurzer Moment, ein Blick in die Dunkelheit und für unsere Kollegin war klar, dass sie nicht einfach weiterfahren konnte.
Sie hielt an und entdeckte eine kleine Hündin, deren Anblick kaum zu ertragen war. Ihr Fell war vollkommen verfilzt, verdreckt und voller Ungeziefer. Wie lange die kleine Maus schon so unterwegs war, wissen wir nicht. Wie lange sie sich allein durchschlagen musste und wie oft sie sich wohl irgendwo verkrochen hat, weil sie nicht mehr weiterwusste, können wir nur erahnen.
Am nächsten Morgen machten sich unsere Kollegin und ihr Mann daran, die Kleine von ihrer schweren Last zu befreien. Das Scheren war alles andere als einfach, denn die Hündin hatte große Angst und wollte sich immer wieder verstecken. Wer weiß, was sie bereits erlebt hatte und wie viel Vertrauen in Menschen sie schon verloren hatte.
Trotz aller Schwierigkeiten gaben die beiden nicht auf. Stück für Stück gelang es ihnen, das verfilzte Fell zu entfernen. Unter all dem Schmutz und den dicken Filzplatten kam endlich die kleine Hündin zum Vorschein, die so lange niemandem aufgefallen zu sein schien.
Doch mit dem Scheren war die Sorge leider nicht vorbei. Erst jetzt wurde sichtbar, dass die Kleine an einer Hernie leidet, die dringend operiert werden muss.
Schon wieder steht dieses Hundemädchen vor einer großen Herausforderung. Sie hat gerade erst Menschen gefunden, die sie nicht ihrem Schicksal überlassen haben, und nun braucht sie dringend medizinische Hilfe.
Es macht uns traurig, wenn wir daran denken, wie viele dieser kleinen Seelen irgendwo draußen übersehen werden. Wie viele frieren, hungern, Schmerzen haben oder sich aus Angst verstecken, während die Welt einfach an ihnen vorbeigeht.
Diese kleine Maus hatte in jener Nacht Glück. Zwei Augen im Dunkeln, ein Mensch, der hinsah, und ein Paar helfende Hände haben ihr Leben verändert. Jetzt darf sie erst einmal zur Ruhe kommen. Und wir hoffen von ganzem Herzen, dass auch die notwendige Operation bald möglich ist und sie endlich die Fürsorge bekommt, die sie so dringend braucht.
Kleine Maus, du musst dich jetzt nicht mehr verstecken. Du bist nicht mehr allein.

